Sparkasse Düren  

Tauchen im Rursee: „Nichts für Warmduscher.“

von Oliver Schmitz-Kramer am in Gutes Gefühl2 Kommentare

Abtauchen im Rursee/ Heimbach

Volle Konzentration ist gefragt: Die Bedingungen sind schwierig für die Taucher. Das Wasser hier fällt bis zu 40 Meter Tiefe ab. Viele felsige Steilwände bergen Gefahren. Vor allem, da es schon ab zwölf Metern fast stockduster ist. Ohne Lampe geht hier für die Taucher nichts mehr.

 

Gerade einmal sechs Grad hat das Wasser, höher steigt die Temperatur selbst im Hochsommer nicht. „Also nichts für Warmduscher“, merkt Joachim Klug an. „Nur die Strömung fehlt, und es gibt hier keine Haifische. Ansonsten sind alle Stressfaktoren vorhanden.“

 

Wenigstens keine Haifische
Trotz der schwierigen Bedingungen bereut Joachim Klug nicht, vor 13 Jahren auf seine Tochter gehört zu haben – im Gegenteil. „Ich hätte schon viel früher damit anfangen sollen“, sagt der 58-Jährige. Seine Tochter war bereits Mitglied im Sporttauchclub Heimbach/Eifel 1994 e.V., als er 2002 auch eintrat. Das Tauchen wurde zu seiner Leidenschaft.

 

Dank einer Spende der Sparkasse Düren konnten die Taucher einen neuen Kompressor anschaffen, der die Taucherflaschen weitaus schneller und komfortabler befüllt als das bisher genutzte Gerät. Der neue Kompressor steht bereits im Trainingsstützpunkt des Vereins im Heimbacher Schwimmbad. Die Tauchclubmitglieder sind derzeit dabei, in Eigenleistung eine Außenfläche für die Befüllanlage zu pflastern.

 

Die Taucher im Rursee können Ihre Luftflaschen nun noch schneller befüllen.

Neben den Taucherlebnissen kommt aber auch die Geselligkeit im Sporttauchclub Heimbach/Eifel nicht zu kurz. Ebenso wie das traditionelle „Auftauchen“ im Frühjahr und „Abtauchen“ im Herbst, also die Zusammenkünften zu Auftakt der Tauchsaison und zum Saisonabschluss, veranstalten die Taucher jährlich ein Sommerfest und eine Weihnachtsfeier. Das Training am Dienstagabend während der Schwimmbadsaison gehört ebenso zu den regelmäßigen Aktivitäten des Vereins wie das Tauchen am Freitagabend, das zumeist im Rursee stattfindet.

 

Geselligkeit über und unter Wasser
Zudem veranstaltet der Tauchclub pro Jahr zwei Tauchfahrten, eine pro Saison. Dann geht es beispielsweise wie jüngst noch gemeinsam zu einer Partie Flusstauchen nach Österreich. „Dort zu schnorcheln und sich im Fluss treiben zu lassen – das war schon eine tolle Sache“, erinnert sich Klug mit leuchtenden Augen an diese Vereinstour.

 

Im Schwimmbad finden das „Schnuppertauchen“ und die Übungseinheiten des Tauchclubs statt. Die Tauchlehrgänge werden von Harald Schütt und Frank Wnuk (beide mit TL-1-Diplom) sowie von Harry Schönbeck (TL-2-Diplom) geleitet, dem Stellvertreter des Vorsitzenden Jochen Klug. Den Tauchschein kann man in Heimbach im Alter ab 14 Jahren machen.

 

Tauchen im Rursee Heimbach ist nichts für Warmduscher.

 

Zugpferd Jacques Cousteau
Zurzeit hat der Sporttauchclub Heimbach/Eifel, der Mitglied im Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) ist, knapp 50 Mitglieder im Alter zwischen zwölf und 63 Jahren. Nur etwas mehr als ein Fünftel ist weiblich. Der Vorstand, dem auch Petra Bökenbrink als Kassenwartin angehört, hätte gerne mehr Frauen im Verein. Das Problem, dass kaum noch junge Mitglieder dem Verein beitreten, teilt der Tauchclub mit anderen Vereinen. „Früher profitierte der Tauchsport von Leuten wie dem berühmten Taucher Jacques Cousteau und seinen Filmen“, bilanziert Klug. Heute sei das Angebot an Aktivitäten für die jungen Leute eben sehr vielfältig.

 

Doch bislang lässt sich der Vorsitzende Klug von solchen Entwicklungen nicht verdrießen, sondern kümmert sich weiter engagiert und pragmatisch um die Vereinsbelange und blickt nach vorne: „Vielleicht gelingt es uns ja auch in naher Zukunft, noch einige zusätzliche Kälteschutzanzüge anzuschaffen.“

 

So sehr, dass er sich seit 2006 auch als Vorsitzender des Heimbacher Taucherclubs engagiert. Umso mehr freut er sich über die neueste Anschaffung für den Verein.

 

Tags für diesen Artikel: , , , ,



2 Kommentare

  1. susilü sagt am 31. Mai 2017 um 09:18 Uhr

    Tauchen ist schon ein tolles Hobby. Es ist ein schönes Gefühl, wenn es plötzlich ganz still um einen herum ist. Schön, dass Tauchen gefördert wird.

    Antworten

    • Oliver Schmitz-Kramer sagt am 2. Juni 2017 um 13:54 Uhr

      Da stimmen wir zu.

      Antworten


Diesen Artikel kommentieren

Sie können folgende HTML-Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>






© 2017 | Der offizielle Blog der Sparkasse Düren