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Steuer 2013/2014: Was ist neu?

von Oliver Schmitz-Kramer am in Allgemein, SKDN informiertKommentieren

Das neue Jahr hat begonnen. Zeit für die Steuererklärung. Dabei sollte man einige Neuerungen zum Jahr 2014 beachten.

 

Reisekostenrecht und doppelte Haushaltsführung

Arbeitnehmer können ab 2014 oft mehr Kosten absetzen, wenn sie beruflich unterwegs sind. Statt „Regelmäßige Arbeitsstätte“ gilt nun der Begriff „Erste Tätigkeitsstätte“. Pro Arbeitsverhältnis gibt es nur eine erste Tätigkeitsstätte. Für die Fahrt von der Wohnung des Arbeitnehmers dorthin gilt die Entfernungspauschale von 0,30 Euro je Entfernungskilometer. Für andere Strecken zwischen verschiedenen Einsatzorten sowie zwischen den Einsatzorten und der Wohnung gelten die Reisekostengrundsätze und mit einer Pauschale von 0,30 Euro je tatsächlich gefahrenem Kilometer.
Die Verpflegungspauschalen werden großzügiger als bislang. Das Finanzamt berücksichtigt künftig für die Abwesenheit von der Wohnung oder vom Arbeitsplatz 12 Euro täglich bei mehr als acht Stunden Abwesenheit, 24 Euro bei 24-stündiger Abwesenheit sowie unabhängig von der tatsächlichen Abwesenheitsdauer 12 Euro je An- und Abreisetag, wenn auf Dienstreisen übernachtet wird.
Bei der doppelten Haushaltsführung im Inland entfallen die Begrenzung der Wohnfläche und die umständliche Ermittlung der angemessenen Vergleichsmiete. Ab 2014 können die tatsächlich entstandenen Aufwendungen für die Wohnung bis zu einer Höhe von 1.000 Euro monatlich angesetzt werden.

 

Sozialversicherung und Einkommensteuer

Für gut verdienende Arbeitnehmer steigen auch mit diesem Jahreswechsel wieder die Abgaben an die Sozialversicherung. Die Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge anfallen, erhöht sich in Westdeutschland von 5.800 auf 5.950 Euro. In den östlichen Bundesländern steigt die Grenze auf 5.000 Euro. In der Kranken- und Pflegeversicherung steigt die Einkommensgrenze, bis zu der Beiträge erhoben werden, in Ost- und Westdeutschland einheitlich auf 4.050 Euro.
Die Beitragssätze bei Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung bleiben unverändert.
Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer wird zum 1. Januar 2014 auf 8.354 Euro angehoben. Der Eingangssteuersatz bleibt unverändert bei 14 Prozent.

 

Wohn-Riester

Mit dem Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz dürfen Wohnriester-Sparer ab dem 1. Januar 2014 schon in der Riester-Ansparphase ihrem Sparvertrag Kapital entnehmen, um eine bestehende Baufinanzierung abzulösen. Bislang war eine Entnahme nur dann möglich, wenn sie zeitlich mit der Anschaffung bzw. dem Bau des Eigenheims zusammenfiel. Außerdem darf das Guthaben aus dem Wohnriester-Vertrag nun auch für den alters- und behindertengerechten Umbau der selbst genutzten Immobilie verwendet werden. Der Anspruch auf staatliche Förderung bleibt in diesen Fällen erhalten.

 

Basis-/Rürup-Rente

Die Basis-/Rürüp-Rente ist vor allem für Selbstständige und Gutverdienende interessant. Bei dieser Vorsorgeform besteht die staatliche Förderung in Steuervorteilen für den Sparer.  2014 steigt der Anteil der Beiträge, den die Versicherten als Sonderausgaben bis zu einem Höchstbetrag von der Einkommensteuer absetzen können, um zwei Prozentpunkte (von 76  auf 78 Prozent). Die eigentliche Neuerung: Die Steuerliche Förderung wird auch auf Verträge ausgedehnt, die ausschließlich Berufsunfähigkeit oder verminderte Erwerbsfähigkeit absichern. Bedingung in diesem Fall: Der Vertrag muss dann die Zahlung einer lebenslangen Rente vorsehen.

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