Sparkasse Düren  

Wie Sie ihre Rentenlücke ermitteln und diese mit staatlicher Hilfe schließen können

von Oliver Schmitz-Kramer am in SKDN informiertKommentieren

Pivate Vorsorge, statt Rentenlücke

Die gesetzliche Rente wird kaum mehr ausreichen, um im Alter den gewohnten Lebensstandard zu halten. Doch wie groß ist die sogenannte Rentenlücke? Droht Altersarmut? Wie viel Altersvorsorge muss sein, um die Rentenlücke zu schließen?

 

Wie groß ist die Rentenlücke?
Nehmen Sie ihre jährliche Renteninformation zur Hand. Sie gibt Ihnen Auskunft darüber, wie hoch Ihre gesetzliche Rente sein wird. Aber: Brutto ist nicht gleich netto. Je nach Eintritt in den Ruhestand müssen Sie einen Teil versteuern. Wer ab 2040 in Rente geht, muss voll Steuern darauf berappen.
 
Nun wissen Sie, wie viel Rente Sie einmal erhalten werden. Um die Rentenlücke zu ermitteln, sollten Sie nun prüfen, wie viel Sie im Alter zum Leben benötigen. Stellen Sie hierzu eine Aufstellung der zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben auf. Faustregel: In der Regel kommt man mit 70 bis 80 Prozent des letzten Nettoverdienstes ganz gut zurecht. Können Sie im Ruhestand in einer abbezahlten Immobilie wohnen, kommen Sie wahrscheinlich auch mit weniger Geld aus. Schließlich müssen Sie ja keine Miete zahlen.
 

Die Differenz zwischen angestrebtem Versorgungsniveau und zu erwartenden Netto-Einnahmen ist die Versorgungslücke.

 

3 Möglichkeiten, die Rentenlücke zu schließen

 
1) Doppelte Unterstützung bei Riester-Rente
Bei der Riester-Rente unterstützt der Staat Arbeitnehmer gleich doppelt: Zum einen zahlt er Zulagen direkt auf den geförderten Vertrag, zum anderen erlaubt er, Beiträge bis zu 2.100 Euro pro Jahr steuerlich abzusetzen.
 

2) Abgabefrei vorsorgen: Betriebliche Altersversorgung
Eine weitere staatlich geförderte Vorsorgevariante ist die betriebliche Altersversorgung (bAV). Darauf haben Arbeitnehmer sogar einen gesetzlichen Anspruch. Hier ist die Direktversicherung bAV besonders beliebt, bei der die Beiträge aus dem Bruttogehalt gezahlt werden, also steuer- und sozialabgabenfrei. So können bis zu vier Prozent der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze (2014: 2.856 Euro) in die Betriebsrente fließen. Zusätzlich dürfen 1.800 Euro steuerfrei investiert werden.
 

3) Altersvorsorge für Jedermann: Die Rürüp-Rente
Die dritte Form der Altersvorsorge mit staatlicher Unterstützung ist die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt. Sie steht jedem Bundesbürger offen, also auch Selbständigen. Bis zu 20.000 Euro dürfen Ledige, bis zu 40.000 Euro Verheiratete, pro Jahr in die Rürup-Rente investieren. Die Beiträge können Sie steuerlich geltend machen. Derzeit bis zu 78 Prozent. Der absetzbare Prozentsatz steigt jedes Jahr um zwei Prozentpunkte (ab 2025 100 Prozent).
 
Bei allen drei Vorsorgevarianten gilt: Je früher Sie damit anfangen, desto besser. Denn umso mehr können Sie den Zinseszinseffekt für sich arbeiten lassen.
 
Ergänzend zu den von der öffentlichen Hand geförderten Sparformen können auch weitere Kapitalanlagen, beispielsweise Aktien oder Investmentfonds, helfen, die Rentenlücke zu schließen. Ihr Sparkassen-Berater berät Sie gerne ganz individuell.

 

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