Sparkasse Düren  

So sorgen Sie auch mit wenig Geld gut fürs Alter vor

von Oliver Schmitz-Kramer am in SKDN informiertKommentieren

 

Eine Frage, die wir oft hören: Kann man auch mit wenig Geld fürs Alter vorsorgen?
Unsere Antwort: Aber ja! Wer es richtig angeht, erhält aus geringen Beiträgen eine gute Zusatzrente.

 

Bei den zahlreichen Ausgaben des Alltags, bleibt in vielen Haushalten nicht genug übrig, um größere Summen zu sparen. Da kann die Altersvorsorge schnell in den Hintergrund rücken. Das Fatale daran: Wer nicht vorsorgt, riskiert später in Altersarmut zu geraten oder zumindest Abstriche im Lebensstandard hinnehmen zu müssen.

Es gibt aber auch Vorsorgeformen, die sich speziell dann lohnen, wenn nur kleinere Summen eingesetzt werden können.

 

So gehen Sie vor:

– Reserven identifizieren: Versuchen Sie zunächst, durch kleine Einsparungen im Alltag Ihr Sparpotenzial zu erhöhen. Ein Haushaltsbuch kann dabei helfen.

Früh anfangen: Der aktuellen Niedrigzinsphase zum Trotz – in einem Sparplan sammelt sich über mehrere Jahrzehnte dank Zinseszins eine ordentliche Summe an.

– Förderungen nutzen: Bei manchen Sparformen erhalten Sie zusätzlich zu den eigenen Beiträgen Zuschüsse. So springt am Ende mehr heraus.

 

Riester-Rente: Förderungen vom Staat 
Bei der Riester-Rente greift Ihnen der Staat unter die Arme: Sie erhalten 154 Euro Zulage pro Jahr, wenn Sie einen bestimmten Mindestbetrag einzahlen. Dieser ist vom Gehalt abhängig. Daher müssen Menschen mit geringem Einkommen auch weniger einzahlen, um die volle Zulage zu bekommen. Und wer Kinder hat, profitiert besonders. Denn pro Kind gibt es noch einmal bis zu 300 Euro jährliche Zulage.

 

Betriebliche Altersvorsorge: Steuern und Abgaben sparen
Als Angestellter haben Sie Anrecht auf eine betriebliche Altersvorsorge (bAV). In diese können Sie einen Teil ihres Bruttogehalts einzahlen. Das spart Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge. Manche Arbeitgeber zahlen auch einen Zuschuss zur bAV oder übernehmen die Zahlungen komplett.

 

Vermögenswirksame Leistungen: Bis zu 40€/Monat vom Arbeitgeber 
Viele Betriebe zahlen ihren Mitarbeitern vermögenswirksame Leistungen von bis zu 40 Euro im Monat. Diese können Sie z.B. in einem Bausparvertrag oder einem Fondssparplan anlegen. Wer unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen (für Singles: 20.000 Euro im Jahr) bleibt, erhält dafür eine staatliche Arbeitnehmersparzulage sowie für Bausparer die Wohnungsbauprämie.

 

In jedem Fall sichere Vorsorge
Übrigens: Ihr Kapital in Riester- und bAV-Verträgen ist (bis zum jeweiligen Einzahlungs-Höchstbetrag) besonders geschützt: Sollten Sie einmal Arbeitslosengeld II beantragen, müssen Sie dieses Vermögen nicht aufbrauchen, bevor Sie staatliche Leistungen erhalten. Darüber hinaus gibt es für Vorsorgevermögen, an das Sie vor dem 62. Lebensjahr (bei Altverträgen: 60.) nicht herankommen – also etwa Lebens- oder Rentenversicherungen –, einen besonderen Freibetrag. Im Fall von Hartz-IV-Bezug beträgt dieser immerhin 750 Euro pro Lebensjahr.

 

 

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