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Kurz erklärt: Was ist Inflation?

von Oliver Schmitz-Kramer am in SKDN informiertKommentieren

Kurz erklärt: Inflation

Das Wort ist immer wieder in den Nachrichten zu hören und zu lesen: Inflation. 1,9 Prozent betrug die Inflation im 1. Quartal 2017, teilte das Statistische Bundesamt kürzlich mit — der höchste Wert seit Ende 2012. Aber was ist eigentlich Inflation und wie kommt sie zustande?

 

Was ist Inflation

Man kennt es aus dem Alltag: Preise, etwa für Benzin an der Tankstelle, schwanken oftmals. Steigen die Preise für Güter und Dienstleistungen allgemein an, spricht man von Inflation. Die Konsequenz: Für denselben Geldbetrag kann man sich weniger kaufen. 

 

Wie wird Inflation gemessen?

Gemessen wird die Inflation am häufigsten anhand des Verbraucherpreisindex. Er wird über einen repräsentativen Warenkorb berechnet. Dieser enthält typische Güter, die ein durchschnittlicher deutscher Haushalt konsumiert, also etwa Lebensmittel, Wohnkosten, Energiekosten, aber auch Ausgaben für Freizeitaktivitäten. 

 

 

Der Prozentsatz, um den sich der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verändert, ergibt die Inflationsrate. An ihr lässt sich ablesen, wie sich das Preisniveau im Durchschnitt verändert hat. 

 

Wie kommt es zu Inflation?

Steigende Verbraucherpreise haben unterschiedliche Ursachen. Ein Beispiel: Werden Rohstoffe teurer oder legen die Löhne zu, geben Unternehmen die steigenden Kosten an die Verbraucher weiter. Ein weiterer möglicher Grund für steigende Inflation: Eine Zentralbank lässt einem Staat mehr Geld zukommen. Dadurch ist mehr Geld im Land vorhanden, was ausgegeben werden kann. Die Nachfrage steigt und somit auch die Preise.

 

Wie viel Inflation ist normal?

Ein extremer Preisanstieg, aber auch Preisverfall, ist nicht wünschenswert. Die Europäische Zentralbank hat deshalb den Auftrag, für Preisstabilität zu sorgen. Eine Inflationsrate von null bis zwei Prozent gilt als unbedenklich. Ein Anstieg von jährlich zwei Prozent ist sogar erwünscht, da so kontinuierlich die Wirtschaft wächst. Gleichzeitig ist diese Zunahme für Haushalte kaum spürbar.

 

Das Gegenbeispiel: Deflation

Preisstabilität ist also das Ziel. Denn auf breiter Front sinkende Preise mögen auf den ersten Blick für den Verbraucher attraktiv erscheinen. Diese sogenannte Deflation ist für die Wirtschaft eines Landes aber schlecht.

Die Gründe für Deflation sind ebenfalls unterschiedlich, etwa wenn das Angebot größer ist als die Nachfrage. Dies kann z.B. dann geschehen, wenn weniger Güter in den Export gehen und daraufhin im eigenen Land bleiben. Doch auch wenn die Produktion oder Beschäftigung eines Staates sinkt, kann es zur Deflation kommen.

Verbraucher konsumieren in der Folge weniger, um sich für schwierige Zeiten vorzubereiten. Bei geringerem Konsum, drosseln Unternehmen die Produktion, machen weniger Gewinn und müssen infolgedessen Löhne senken oder Mitarbeiter entlassen.

 

 

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