Sparkasse Düren  

Das Rätsel um das verschwundene Mertenskreuz

von Oliver Schmitz-Kramer am in Gutes GefühlKommentieren

Ein Wegekreuz löst sich doch nicht einfach in Luft auf. Das dachten sich auch die Mitglieder des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Hergarten (VVV), als sie das Verschwinden des Mertenskreuzes bemerkten.

 

Jahrelang hatte das historische Kreuz an der Kreisstraße 25 zwischen Hergarten und Gut Walbig gestanden. Im Herbst 2014 war es von einem heftigen Sturm umgerissen worden und hatte auf dem Boden gelegen. Aber bei etwa 2,40 Höhe und rund 200 Kilogramm Gewicht kann man das massive Steinkreuz auch nicht eben in den PKW-Kofferraum packen und davonfahren. Und trotzdem war es nun scheinbar verschwunden. Keine Spuren, keine Zeugen.

 

Wohin war das Kreuz verschwunden?

 

Ratlosigkeit herrschte bei den ehrenamtlichen Mitgliedern des VVV. Ihre Aufgabe ist es doch, auf das historische Mertenskreuz achtzugeben und es zu pflegen. Insgesamt sieben Wegekreuze stehen rund um den Ort Hergarten, der im vergangenen Jahr sein 1150. „Geburtstag“ feierte. „Das Mertenskreuz ist unter diesen Wegmarke von besonderer Bedeutung. An ihm kommen Pilger aus dem Heinsberger und Dürener Raum auf ihrem Wallfahrtsweg nach Trier vorbei“, erklärt Theo Lauterbach, stellvertretender Vorsitzender des VVV. Das Kreuz existiert seit 1666. Sein Name bezieht sich womöglich auf den Hergartener Pfarrpatron St. Martin.

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Kümmert sich um das Mertenskreuz: Theo Lauterbach

 

Unter den sieben Wegekreuzen rund um Hergarten bildet es einen besonderen Schnittpunkt der Wallfahrtswege in diesem Sprengel. Die Pilger aus dem Heinsberger und Dürener Raum passieren es während der Wallfahrtsoktav auf ihrem Weg nach Trier. Auch kommen die Wallfahrer aus dem Mechernicher Raum auf ihrem Weg zum „Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter“ in Heimbach dort vorbei.

 

Heimliche Helfer
Kurze Zeit nach dem Verschwinden lüftete sich das Geheimnis um das verschwundene Stein-Kreuz: Die heimlichen Helfer des Bauhofs der Stadt Heimbach hatten das umgeworfene Kreuz aufgeladen und zur Steinmetzwerkstatt Simons nach Mechernich im Kreis Euskirchen gebracht.

 

Sorgfältig wir das historische Mertenskreuz restauriert

 

Dort wird das Objekt aus Buntsandstein derzeit restauriert. Es soll noch in diesem Jahr wieder aufgestellt werden.

 

Die Kosten der Restaurierung des Mertenskreuzes werden vom VVV Hergarten mit rund 3800 Euro beziffert. Einen Teil des Geldes hat die Sparkasse Düren als Sponsor beigesteuert. „Ohne Sponsoren wäre so etwas nicht möglich“, resümiert Theo Lauterbach. Außerdem lobt er die tatkräftige Unterstützung durch den städtischen Bauhof, der auch schon den neuen Betonsockel am künftigen Standort des Mertenskreuzes gegossen hat.

 

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