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Aufpassen am Geldautomaten: Wie Sie sich vor Skimming schützen.

von Oliver Schmitz-Kramer am in SKDN informiertKommentieren

Schützen Sie sich vor Skimming

Immer wieder versuchen Kriminelle Geldautomaten zu manipulieren, um an Daten von Kredit- oder Bankkarten zu gelangen. Hierbei spricht man von Skimming. Dank verbesserter Sicherheitstechnik und steigender Aufklärung sind die Betrugsfälle in letzter Zeit stark gesunken. Trotzdem sollten Sie stets wachsam sein, etwa wenn Sie am Geldautomaten Geld abheben. Mit einigen Vorsichtsmaßnahmen können Sie sich vor Skimming schützen. 

 

Die Gauner versuchen beim Skimming, die Informationen auf dem Magnetstreifen der Karten auszulesen. Damit erstellen sie dann eine Kopie der Karte. Haben die Betrüger dann noch die PIN ausgespäht, können sie mit der gefälschten Karte Geld abheben oder im Geschäft bezahlen. Und das zulasten des Karteninhabers.

 

So lesen Betrüger die Kartendaten aus

Um an die Bankdaten zu gelangen, manipulieren Kriminelle Geldautomaten oder Kartenlesegeräte in Geschäften. Dazu bringen sie an Automaten vor dem Karteneinschub ein zusätzliches Lesegerät an. Dieses speichert die Informationen auf dem Magnetstreifen einer Karte.

 

Für das Ausspähen der PIN gibt es verschiedene Methoden: Betrüger kleben z.B. eine kleine Kameraleiste über die Tastatur und filmen die PIN-Eingabe. Manchmal platzieren sie Kameras in Prospekthaltern oder als gefälschte Rauchmelder an der Decke. Auch die Tastatur selbst kann gefälscht sein: Dabei bringen die Täter ein zweites Tastenfeld über dem eigentlichen an – ein sogenannter Skimmer. Dieser zeichnet die Tastendrücke auf.

 

Zur Beruhigung: In Deutschland hat der Magnetstreifen heute keine Bedeutung mehr. Karten-Zahlungen oder Geldabhebungen werden über den Chip auf der Karte getätigt.

 

Chip statt Magnetstreifen

Der sogenannte EMV-Chip ist das wichtigste Mittel im Kampf gegen Skimming. Dieser ist seit 2012 EU-weit in allen Geldautomaten sowie Girocards oder Kreditkarten zu finden. In der EU kann deshalb mit gefälschten Karten mit kopierten Magnetstreifen nicht mehr bezahlt oder Geld abgehoben werden.

Weiterer Vorteil des Chips: Er ist extrem fälschungssicher. Die sensiblen Bankinformationen sind verschlüsselt abgespeichert. Außerdem kann der EMV-Chip nicht vervielfältigt oder verändert werden.

 

Aber: Außerhalb der EU sind Geldautomaten und Terminals bislang nicht flächendeckend mit EMV ausgestattet. Aus diesem Grund verfügen alle Girocards und Kreditkarten auch heute noch über einen Magnetstreifen. Denn ohne diesen könnten Sie im außereuropäischen Ausland oft nicht bezahlen oder Geld abheben.

 

Mit diesen Maßnahmen können Sie sich vor Skimming schützen:

 

5 Tipps zu Ihrer Sicherheit

  1. Bewahren Sie Ihre Karte nie gemeinsam mit dem PIN auf.
  2. Überprüfen Sie den Geldautomaten: Gibt es ungewöhnliche Verblendungen oder Leisten? Versuchen Sie, leicht daran zu ziehen. Oft sind diese nicht fest angebracht.
  3. Nutzen Sie Geldautomaten nicht, wenn Ihnen etwas merkwürdig vorkommt.
  4. Meiden Sie Automaten in Außenbereichen. Diese sind häufiger manipuliert, da sie nicht beaufsichtigt werden.
  5. Verdecken Sie die PIN-Eingabe immer mit Ihrer freien Hand.

 

Sie sind Opfer von Skimming geworden?

Setzen Sie sich sofort mit Ihrer Sparkasse in Verbindung (z.B. über das DialogCenter: 02421 127-0). Diese nimmt den Fall auf und sperrt Ihr Konto. Waren Sie nicht grob fahrlässig, ersetzt Ihr Finanzinstitut den gestohlenen Betrag. Melden Sie den Fall auch der Polizei und erstatten Sie Anzeige gegen unbekannt.

 

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