Sparkasse Düren  

50 Jahre Geldautomat: Eine Story über Schoko-Riegel, radioaktive Schecks und warum der PIN vier Stellen hat.

von Oliver Schmitz-Kramer am in AllgemeinKommentieren

Der Geldautoamt feiert sein fünfzigstes Jubiläum

Für die meisten ist er schlicht nicht mehr wegzudenken: der Geldautomat. Die flächendeckende Versorgung mit Bargeld ist für uns selbstverständlich geworden. Dabei sah es für den Geldautomaten, der seinen Siegeszug vor 50 Jahren antrat, nicht immer nach einer Erfolgsgeschichte aus.

Seine Erfindung verdankte der Geldausgabe-Automat einer knappen Verspätung.

 

Zu spät gekommen, Geldautomaten erfunden

Wir schreiben das Jahr 1965. Es ist ein Samstagmorgen im Frühling. John Shepherd-Barron will in die Filiale seiner Bank in Großbritannien, um einen Scheck gegen etwas Bargeld für das Wochenende einzulösen. Doch er kommt wenige Minuten zu spät. Er steht vor verschlossenen Türen. Kann kein Geld abheben.

 

Am Abend kommt Shephard-Barron, Manager einer Druck-Firma für Banknoten und Sicherheitsdokumente, ins Grübeln: Warum gab es Automaten, an denen man jederzeit einen Schoko-Riegel kaufen kann, aber keine, die Geld aushändigen?

 

Innerhalb von zwei Jahren wurde aus seiner Idee dann Realität. Am 27. Juni 1967 stellte die Barclays Bank den ersten Automaten in Enfield Town nördlich von London auf. So komfortabel wie heute waren die damaligen Automaten natürlich noch nicht.

 

Geld gegen radioaktive Schecks

Statt einer Bankkarte mit Magnetstreifen führten die Kunden in die damaligen Automaten einen Scheck ein. Diese speziellen Schecks waren mit einem leicht radioaktiven Kohlenstoff behandelt, um darauf Daten speichern zu können. Der Automat prüfte den Scheck und gab den Gegenwert in Bargeld aus – allerdings höchstens zehn britische Pfund.

 

So kam es zur vierstelligen PIN

Was aber damals schon so funktionierte wie heute: Der Kunde musste sich mit einer vierstelligen PIN-Nummer identifizieren. Eigentlich hatte Shepherd-Cohen eine sechstellige Identifikationsnummer vorgesehen. Seine Frau habe ihn aber von einer kürzeren PIN überzeugt, weil sie sich nur vier Stellen merken könne – erklärte er einmal im Interview. Die nützliche Wunsch-PIN gab es damals noch nicht.

 

Der erste Geldautomat in Deutschland

Den ersten Geldausgabeautomaten in Deutschland stellte die Kreissparkasse Tübingen am 28. Mai 1968 auf. Nur ein begrenzter Kreis von 1000 registrierten Kunden konnte an diesem Geld abheben – und auch nur bis zu 400 Mark. Wer rund um die Uhr an sein Geld kommen wollte, musste sich am Schalter eine Plastikkarte, einen Tresorschlüssel und Lochkarten holen. Für jede eingeschobene Lochkarte spuckte der Automat dann einen 100 DM-Schein aus.

 

Der Siegeszug beginnt in den 80ern

Ihren Siegeszug begannen die Geldautomaten in den 1980ern. Damals konnte sie erstmals an ein Netzwerk angeschlossen werden und so Informationen von Zentralrechnern der Banken abrufen. Dank der Netzwerkanbindung konnten Kunden an immer mehr Automaten verschiedener Filialen und sogar Banken Geld abheben. Bis dahin war jeder Automat autark gewesen.

 

Die Nutzung und Verbreitung der Geldautomaten stieg ab da kontinuierlich an. Heute stehen alleine rund 25.000 Automaten der Sparkassen-Finanzgruppe in Deutschland.

Die Sparkasse Düren hält an 39 Standorten im Kreis Düren Geldautomaten bereit und stellt so die flächendeckende Versorgung mit Bargeld in der Region sicher.

 

Für eine Übersicht über die Geldautomaten-Standorte der Sparkasse Düren bitte hier klicken.

 

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